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everything is green

everything is green... da da da

so bin ich mal wieder da, ganz einfach, ohne irgendwelche hirnwindungen links drüben liegen gelassen zu haben. während ich mir gerade die beisser putzte und die zahnseide durch meine zähne schlief, realisierte ich diesen kleinen planeten, auf dem ich hause und der tag für tag, morgen für morgen, ja, geradezu immer, zu brechen droht. es hängt alles davon ab - oh ja - und nur Du bist schuld. Du bist alles, was ich einmal hatte. Du bist eifersüchtig, weil ich mir neue hobbies suchte, weil ich freunde habe, die ich verehre und für die ich alles tun würde. ich unterliege deiner diktatur und scheine nicht entkommen zu können. die logik besteht darin, dass keine logik exisitiert. du hälst mich in deinem neun-punkte-netz gefangen und wirst mich nicht freilassen. wenn... ja wenn... wenn was nicht wäre ? wer oder was trägt dazu bei, dass es jedes mal so weit kommt ? warum habe ich angst vor dem morgengrauen, vor dem nächsten tag ? warum will ich einschlafen und am liebsten nicht mehr aufwachen ? warum fühle ich mich schlecht, indem ich solche gedanken veröffentliche und weiß, dass es einigen menschen sorgen bereiten könnte. ja, ich habe angst. angst, morgen aufzuwachen und vor dem selben scherbenhaufen zu stehen, den der abend zuvor meist übrig gelassen hat. es ist jeden morgen die selbe entscheidung, die ich negativ beantworte. was hält mich an dir ? ist es die art, in der du mich quälst, die mich so hypnotisiert ? sehne ich mich nach dem schmerz meiner muskeln, wenn du mich zu einem deiner waghalsigen abenteuern verführst ? ist es nicht auf mehrere oder eine oder vielleicht zwei weisen masochistisch, mit dir eine freundschaft zu führen ? du quälst mich immerhin. nicht jeder kann von sich behaupten, dass er dies gutheißen würde. es graut mich so - der gedanke, gequält zu sein, leer zu sein - wieder nichts zu empfinden. ich stehe - stehe stundenlang in einem großen weißen raum. das einzigste, auf das ich komme, ist mir die nagelbetten aufzureissen und zu bluten, zu leiden, mich dafür zu bestrafen, dass ich wieder einmal nicht gegen dich angekommen bin, obwohl mein schicksal mit dem ersten schritt beim aufstehen schon besiegelt war. wieso heuchle ich gesundheit, indem ich die worte "ich will gesund werden!" laut aus dem fahrendem auto gröhle und du dir innerlich einen abkicherst, da du sowieso weißt, dass ich - vielleicht schon stunden später - arschkriechend in deinem anus ankommen werde. wer gibt dir überhaupt das recht, dies zu wissen ? gut, du magst mich ja mittlerweile 2 jahre kennen - das muss aber noch lange nicht heißen, dass ich völlig kontrolliert von dir bin. wenn ich etwas genauer darüber nachdenke, trifft dies aber zu. du beherrscht alles, nimmst mir alles und gibst mir auch etwas zurück. auch wenn dieses etwas in den ersten momenten als glückserfüllung wahrgenommen wird, ist es später nur doch ein weiterer schritt, der auf meinen tod hinarbeitet. gefangen, gefangen in einer diktatur der magersucht, einer diktatur von dir. wie ich zuvor in zeile x erwähnte, habe ich auch jetzt noch ziemliche angst davor, morgen aufzustehen. das aufstehen ansich ist ja nicht das problem, sondern die frage, was ich esse, wie ich mir dieses frühstück verdiene, um es später wieder durch muskelnzerrendes kalorienverbrauchen abzutrainieren. es ist angst. die angst die mich dazu treibt, immer weiter zu gehen, immer mehr zu opfern. manchmal habe ich das gefühl, du wirst größenwahnsinnig. dinge, die ich tue. dinge, für die ich mich schäme. mann, was bin ich froh, dass nur wir beide über die komplexität und ausmaße dieser dinge bescheid wissen. man könnte ja noch meinen, ich sei verrückt ! ha! das ich nicht lache. du bist doch verrückt. das einzige, dass an meinem verhalten verrückt sein könnte, ist, wenn ich dir gehorche. ich gebe ja zu - es reizt mich an meine grenzen zu gehen und alles, auch dieses mikrige kleine leben zu riskieren - dennoch habe ich doch soetwas wie eine angst vor dem tod. zur zeit ist mir das sowieso schnubbi, schlimmer kanns ja nicht mehr kommen. wäre ja nicht das erste mal, dass ich auf der gegenüber-liegenden spur gegen die fahrtrichtung fahre. das tue ich doch schon die ganze zeit - ich fahre gegen den wind an, gegen diesen tornado, der mich irgendwann vielleicht da rauszerren, gar befreien wird.
mich plägt das alles so. ich habe angst. lass mich doch einfach in ruhe. ich will sport machen, ja, aber ich will das selbst koordinieren. ich will ohne dich stark sein. stark, ehrgeizig, erfolgreich - ohne dich!

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